Weihnachten und Silvester: Die giftfreie Zeit für (fast) alle Dateien

Liebe Leserinnen und Leser,

während sich die Welt draußen in Schneeflocken und Glühwein verliert, sitzen wir IT-Profis traditionell am Laptop und machen das, was wir am liebsten tun: Wir sorgen uns um Backups, monitoren Systeme und beten, dass in den kommenden zwei Wochen kein Server abstürzt. Weil – Hand aufs Herz – wer hat schon Lust, am 23. Dezember um 14 Uhr einen kritischen Fehler zu beheben, während alle anderen schon in Weihnachtsstimmung sind?

Aber es gibt auch die gute Nachricht: Weihnachten und Silvester sind eigentlich die beste Zeit für IT-Profis. Und nein, nicht nur weil der Chef wieder im Urlaub ist. Sondern weil wir endlich Zeit haben, alle die Dinge zu tun, die sonst im Alltagsstress untergehen.

Die Weihnachtspause – Nicht nur für Rentner

Während Ihre Großmutter gerade die 47. Charge Weihnachtsplätzchen aus dem Ofen holt, haben Sie als IT-Professional endlich Zeit für die wichtigen Dinge:

🎄 Die große Aufräumkur

Ihr Server sieht aus wie der Reinraum nach einem Tornado? Alte Datenbanken, verwaiste Dienste, Log-Dateien, die älter sind als die aktuelle Windows-Version? Jetzt ist die Zeit. Während alle anderen Weihnachtsferien machen, können Sie in aller Ruhe aufräumen.

Pro-Tipp: Machen Sie Backups. Viele davon. Besonders jetzt.

🔒 Security-Updates, die nicht weh tun

Sicherheits-Patches können warten, sagen die meisten Admins. Dann kommt Weihnachten und plötzlich haben Sie Zeit, alle Updates einzuspielen, ohne dass Ihr Telefon ständig klingelt. Wenn was schiefgeht, sind Sie entspannt, weil Sie wissen, dass der nächste Anruf frühestens am 2. Januar kommt.

📊 Die große Datenbank-Optimierung

Ihre Datenbanken laufen wie eine alte Kaffeemaschine und der Chef hat immer wieder andere Prioritäten? Silvester ist die Antwort. Indexes neu aufbauen, Queries optimieren, Statistiken aktualisieren – alles ohne die übliche Hektik.

🏥 Disaster Recovery Tests

Nichts schreit nach Weihnachtsstimmung wie ein vollständiger Disaster-Recovery-Test. Und seien Sie ehrlich: Machen Sie die sonst wirklich? Genau. Jetzt können Sie.

Silvester: Das neue Jahr beginnt mit Commit-Meldung

Der 31. Dezember ist für IT-Profis das, was für normale Menschen New Year’s Eve ist – nur dass Ihr Plan nicht „um 22 Uhr betrunken karaoke singen“ ist, sondern „ein 500-Zeilen-Script debuggen und hoffen, dass es funktioniert“.

🍾 Der ultimative Silvester-Arbeitsplan

21:00 Uhr – Erstes Glas Sekt. git status Check. Alles grün.

22:00 Uhr – Stack Overflow öffnen. „Warum funktioniert mein Skript nicht?“ googlen.

23:00 Uhr – Das Skript funktioniert immer noch nicht. Stack Overflow ist jetzt Dein bester Freund.

23:45 Uhr – Panik setzt ein. Ein kritischer Fehler wird bemerkt. „Warum habe ich das nicht vorher getestet?“

23:59 Uhr – Letzter Commit. Commit-Message: „Funktioniert jetzt. Glaube ich.“

00:00 Uhr – Konfetti fliegt. Stack Trace auch.

00:15 Uhr – Der Fehler ist behoben. Das neue Jahr beginnt mit dem schönsten Sound der Welt: Keinen Error-Meldungen.

Die Home-Office-Realität: Weihnachten im Jogging-Anzug

Mal ehrlich: Wer von uns sitzt nicht lieber in der Jogginghose vor dem Laptop, als sich in einen Anzug zu quetschen? Weihnachten und Silvester sind unsere Entschuldigung dafür.

Das ideale Outfit für die Festtage:

  • Oben: Schöner Weihnachtspullover (für die Zoom-Calls mit dem Chef)
  • Unten: Jogging-Anzug (weil den eh keiner sieht)
  • Füße: Dicke Socken mit Würstchen-Motiv (für die Seele)
  • Getränk: Glühwein. (Cheffe bevorzugt ja eigentlich Pastis…) Nicht zu viel. Debugging braucht Konzentration.

Aber bitte: Die Server-Regeln für die Festtage

Nicht alles ist erlaubt. Es gibt ein paar heilige Regeln, die auch die größten Chaos-Engineers befolgen sollten:

❌ Die absoluten No-Gos

Produktive Systeme am 23. Dezember deployed – Das ist Wahnsinn. Danach haben Sie zwei Wochen Zeit, das zu beheben, bevor jemand es merkt. Aber wollen Sie das wirklich?

Alte Server einfach abschalten – „Ach, den braucht keiner mehr“ – Famous last words. Der Server, den Sie abschalten, betrieb die Kantine-Kasse am Flughafen.

Passwörter auf Post-its schreiben – Weihnachten ist nicht die Zeit, um Ihre IT-Security zu versenken. 2FA könnte ein schönes Geschenk für sich selbst sein.

Backups „später“ machen – Nein. Nein und nochmal nein. Sie wissen, was Weihnachten schön macht? Funktionsfähige Backups.

✅ Die neuen Jahresvorsätze (IT-Edition)

Während andere „mehr Sport“ und „weniger Zucker“ auf ihre Liste schreiben, haben wir andere Prioritäten:

  • Regelmäßiges Testing statt „das funktioniert bestimmt“
  • Bessere Dokumentation statt Readme-Files in Klingonisch
  • Code-Reviews statt YOLO-Commits
  • Monitoring aufbauen statt auf den Fehler-Anruf warten
  • 2FA überall statt Passwort123

Das perfekte Weihnachtsmenu für IT-Profis

Während Ihre Familie Kartoffelsalat und Schnitzel isst, bereiten Sie das perfekte IT-Menü vor:

Vorspeise: Ein frisches git pull auf der Main-Branch

Hauptgang: Schöne, langsame Datenbankqueries mit EXPLAIN und EXECUTION PLAN

Nachtisch: Ein erfolgreiches Deployment ohne Fehler

Verdauungsschnaps: Ein neues System, das endlich dokumentiert ist

Wenn das nicht köstlich klingt…

Weihnachtsgruß von uns zu Euch

Am Ende des Tages ist Weihnachten für IT-Profis das, was es für alle ist: Eine Zeit zum Durchatmen, Kraft zu tanken und zu realisieren, dass all die kleinen Ärgernisse des Jahres nicht so wichtig sind wie die Systeme, die wir bauen, und die Teams, mit denen wir arbeiten.

Also hier unser aufrichtiger Weihnachtswunsch an alle Kunden, Software-Entwickler, System-Administratoren, DevOps-Engineers und IT-Security-Spezialisten da draußen:

Möge Euer Kaffee heiß sein.
Mögen Eure Server stabil laufen.
Mögen Eure Backups aktuell sein.
Mögen Eure Logs ohne Fehler sein.
Und möge der Person, die „funktioniert ja bei mir lokal“ sagt, irgendwann die Weisheit kommen, auch auf dem Produktions-Server zu testen.

Frohe Weihnachten und einen fehlerfreien Jahreswechsel! 🎄💻🍾


P.S.: Falls Sie über die Feiertage doch einen IT-Notfall haben – wir sind für Sie da. Wie unser Monitoring-System. Das funktioniert auch am 25. Dezember. Versprochen.

P.P.S.: Wenn Sie über Ihre Weihnachtspause in die Jogging-Hose wieder nicht passen – das ist völlig normal. Debuggen verbrennt viele Kalorien. Behaupte ich zumindest. Und notfalls können Sie ja mit Cheffe den nächsten Halbmarathon laufen ….

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PHP 8.5.0 jetzt verfügbar – Neue Performance und moderne Features für alle Kunden

Die TwoSteps GmbH freut sich anzukündigen: PHP 8.5.0 steht ab sofort auf allen unseren Webservern zur Verfügung! Diese neue Version bringt bedeutende Verbesserungen in Performance, Sicherheit und Developer-Experience mit sich. In diesem Blogbeitrag zeigen wir Ihnen, warum das Update für Sie interessant ist und wie einfach es sich aktivieren lässt.

Was ist PHP 8.5.0?

PHP 8.5.0 ist die neueste Hauptversion des beliebten Scripting-Languagensund stellt einen weiteren großen Schritt in der Entwicklung von PHP dar. Das Release konzentriert sich auf drei Kernbereiche: Performance-Optimierungenerweiterte Debugging-Features und modernere Syntax.

Für TwoSteps-Kunden bedeutet das konkret: Websites laden schneller, Fehlersuche wird einfacher, und der Code wird lesbarer und wartbarer.

Die Top-Features von PHP 8.5.0

1. Signifikante Performance-Verbesserungen

Das Entwicklerteam von PHP hat an vielen Stellen optimiert, um die Ausführungsgeschwindigkeit zu erhöhen:

  • Optimierte interne Funktionen – Die häufig verwendeten Funktionen wurden für schnellere Ausführung überarbeitet
  • Reduzierter Speicherverbrauch – Besseres Memory-Management führt zu weniger Ressourcennutzung
  • OPcache standardmäßig aktiviert – Der PHP-Bytecode-Cache ist nun standardmäßig enthalten und verbessert die Performance automatisch

Praktisch bedeutet das für Ihre Website: Schnellere Seitenladezeiten, bessere SEO und zufriedenere Besucher.

2. Erweiterte Debugging- und Fehlerbehandlung

Entwicklung wird produktiver:

  • Bessere Stack Traces – Vollständige und aussagekräftige Fehlerausgaben beim Debugging
  • Verbesserte Fehlerdiagnose – Präzisere Fehlermeldungen helfen dabei, Probleme schneller zu finden
  • Developer-freundliche Ausgaben – Einfacher zu lesende Debug-Informationen

Das spart Entwicklerinnen und Entwicklern kostbare Zeit bei der Fehlersuche.

3. Moderne Syntax und neue Funktionen

Die Sprache wird zeitgemäßer:

  • Pipe-Operator (|>) – Funktionale Programmierung wird eleganter und lesbarer. Daten können jetzt in einer klaren Pipeline von Funktion zu Funktion fließen
  • Array-Funktionen array_first() und array_last() – Häufige Operationen werden mit weniger Code möglich
  • Verbesserte Type-Hints – Typsicherheit wird noch expliziter und hilfreicher

Diese Features ermöglichen es Entwicklern, sauberen und wartbaren Code zu schreiben.

4. Enhanced Security

Sicherheit war schon immer wichtig bei PHP. PHP 8.5.0 bringt:

  • Verbesserte Sicherheitsmechanismen – Zusätzliche Schutzmaßnahmen gegen häufige Angriffsvektoren
  • Besseres Ressourcen-Management – Feinere Kontrolle über Systemressourcen und deren Nutzung
  • Modern Security Standards – Align mit aktuellen Best Practices der IT-Sicherheit

Die Kompatibilität – Was Sie wissen sollten

Gute Nachrichten: Die meisten modernen PHP-Anwendungen sind vollständig kompatibel mit PHP 8.5.0. Besonders wenn Sie bereits PHP 8.x nutzen, sollte ein Update problemlos funktionieren.

Für ältere Anwendungen: Falls Sie noch auf PHP 7.x oder älteren Versionen laufen, empfehlen wir, vor dem Upgrade einen Kompatibilitätstest durchzuführen. Die meisten modernen Frameworks und Content-Management-Systeme (wie WordPress, Drupal, Laravel, Symfony) unterstützen PHP 8.5.0 bereits vollständig oder haben entsprechende Updates bereitgestellt.

So einfach aktivieren Sie PHP 8.5.0

TwoSteps hat das Upgrade wie immer bewusst so einfach und risikolos wie möglich gestaltet:

Schritt 1: Kundenmenü öffnen

Melden Sie sich in Ihrem TwoSteps-Kundencenter an und navigieren Sie zum Bereich Domains oder Hosting.

Schritt 2: Domain auswählen

Klicken Sie auf die Domain, für die Sie PHP 8.5.0 aktivieren möchten.

Schritt 3: PHP-Version wechseln

Im Menü finden Sie die Option zur PHP-Versionierung. Wählen Sie PHP 8.5.0 aus und klicken Sie auf Aktivieren.

Das war’s! Nach etwa 10 Sekunden ist die neue Version live. Keine Downtime, keine komplizierten Prozesse.


Risikolos testen – Einfach zurückwechseln

Eines der großen Vorteile des TwoSteps-Systems: Sie können jederzeit wechseln.

Falls eine Anwendung mit PHP 8.5.0 nicht kompatibel sein sollte, können Sie in derselben Zeit (etwa 10 Sekunden) zurück zu Ihrer alten PHP-Version wechseln. Das System ist so konzipiert, dass Sie vollkommen risikofrei testen können.

Unser Tipp: Erstellen Sie zunächst eine Staging-Umgebung oder Domain für Tests. So können Sie die Kompatibilität überprüfen, bevor Sie auf Ihrer produktiven Website wechseln.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

F: Ist PHP 8.5.0 mit WordPress / Drupal / [mein CMS] kompatibel?
A: Die meisten modernen Content-Management-Systeme unterstützen PHP 8.5.0. Prüfen Sie im Kundencenter oder auf der Website des Systems, welche Versionen empfohlen werden.

F: Meine Anwendung läuft auf PHP 7.x. Kann ich direkt zu PHP 8.5.0 upgraden?
A: Das hängt von der Anwendung ab. Es gibt einige Breaking Changes zwischen PHP 7 und 8. Testen Sie in einer Staging-Umgebung – der Versionswechsel dauert ja nur 10 Sekunden!

F: Brauche ich einen Techniker, um das zu aktivieren?
A: Nein! Der Wechsel kann vollständig über das Kundencenter durchgeführt werden. Keine technischen Kenntnisse erforderlich.

F: Gibt es Downtime beim Wechsel?
A: Praktisch nein. Der Versionswechsel erfolgt nahezu unmittelbar. Ihre Website bleibt online.

F: Was ist mit meinen Daten und Dateien?
A: Absolut sicher. Der PHP-Version-Wechsel berührt Ihre Dateien und Daten nicht. Alles bleibt erhalten.

F: Können mehrere Domains unterschiedliche PHP-Versionen nutzen?
A: Ja! Bei TwoSteps können Sie jede Domain individuell konfigurieren. Sie können also auf einer Domain PHP 8.5.0 und auf einer anderen PHP 7.4 laufen lassen.


Best Practices beim Upgrade

1. Testen Sie zuerst

Falls Sie sich unsicher sind, erstellen Sie eine Test-Domain oder nutzen Sie eine Staging-Umgebung. Der Versionswechsel dauert ja nur 10 Sekunden!

2. Backups machen

Wie immer: Erstellen Sie vor größeren Änderungen ein Backup. Das ist gute Praxis, auch wenn der Versionswechsel selbst sehr sicher ist.

3. Monitoring überwachen

Nach dem Upgrade sollten Sie Ihre Logs im Auge behalten. Error Logs können Hinweise geben, falls es unerwartete Probleme gibt.

4. Sukzessiv migrieren

Sie müssen nicht alle Domains auf einmal wechseln. Migrieren Sie schrittweise und sammeln Sie Erfahrungen mit der neuen Version.

Support – Wir helfen gerne

Haben Sie Fragen zum Upgrade oder erleben Sie Probleme nach dem Versionswechsel? Das TwoSteps-Support-Team steht Ihnen jederzeit zur Verfügung:

  • Kundencenter: Kontaktieren Sie uns über das Ticketing-System
  • E-Mail: Schreiben Sie an support at twosteps.net
  • FAQ: Weitere Antworten finden Sie in unserer erweiterten Dokumentation

Wir helfen Ihnen gerne, den optimalen Weg für Ihre Website zu finden.

Unser Fazit: Ein großer Schritt nach vorne

PHP 8.5.0 ist ein bedeutendes Release, das sowohl Performance als auch Entwicklererfahrung verbessert. Mit TwoSteps können Sie diese neuen Features ab sofort nutzen – einfach, sicher und risikolos.

Die Aktivierung dauert 10 Sekunden. Das Upgrade ist reversibel. Die Performance-Verbesserungen sind real.

Wir laden Sie herzlich ein, PHP 8.5.0 zu testen! Nutzen Sie die Gelegenheit, von den neuesten Optimierungen zu profitieren und Ihren Web-Stack auf dem aktuellen Stand zu halten.

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Phishing-Mails: Wenn der „nigerianische Prinz“ plötzlich bei der Sparkasse arbeitet

Herzlichen Glückwunsch! Sie haben gerade 5 Millionen Euro geerbt. Von einem entfernten Verwandten. Aus Nigeria. Den Sie nie kannten. Und der zufällig Ihren Namen aus einem Telefonbuch gefischt hat. Klingt verlockend? Oder doch eher nach einem schlechten Drehbuch aus den Neunzigern?

Willkommen in der wunderbaren Welt des Phishing – jener digitalen Angeltechnik, bei der Betrüger versuchen, Ihre persönlichen Daten, Passwörter und Kontoinformationen abzugreifen. Und während manche dieser E-Mails so offensichtlich gefälscht sind, dass selbst Oma Erna sie durchschaut, werden andere mit KI-Unterstützung mittlerweile so professionell gestaltet, dass selbst IT-Profis zweimal hinschauen müssen.

In diesem Artikel zeigen wir Ihnen, wie Sie Phishing-Mails erkennen, welche aktuellen Maschen im Umlauf sind – und warum der angebliche DHL-Bote, der „dringend“ 2,99 Euro Zollgebühren für Ihr Paket benötigt, vermutlich kein echter Paketzusteller ist.

Was ist Phishing eigentlich – und warum heißt es so?

Der Begriff „Phishing“ ist eine Kombination aus „Password“ und „Fishing“ – also digitales Angeln nach Passwörtern. Und genau das tun Cyberkriminelle: Sie werfen eine Köder-E-Mail aus, hoffen, dass jemand anbeißt, und ziehen dann die erbeuteten Daten an Land.

Die klassische Phishing-Mail gibt sich als vertrauenswürdiges Unternehmen aus – etwa Ihre Bank, Amazon, PayPal, DHL oder sogar das Finanzamt. Der Inhalt variiert, aber die Botschaft ist meist die gleiche:

  • „Ihr Konto wurde gesperrt – handeln Sie sofort!“
  • „Verdächtige Aktivitäten festgestellt – bestätigen Sie Ihre Identität!“
  • „Ihre Zahlung ist fehlgeschlagen – aktualisieren Sie Ihre Daten!“
  • „Ihr Paket wartet auf Sie – zahlen Sie 2,99 Euro Zollgebühren!“

Und weil die Nachricht so dringend klingt, klicken viele Menschen instinktiv auf den beigefügten Link. Genau das ist der Plan.

Die Klassiker: Phishing-Fails, die (fast) niemand mehr glaubt

Bevor wir zu den richtig gefährlichen Maschen kommen, werfen wir einen Blick auf die unfreiwillig komischen Phishing-Versuche, die immer noch durchs Netz geistern:

Der nigerianische Prinz

Der absolute Klassiker. Ein angeblicher Prinz aus Nigeria braucht dringend Ihre Hilfe, um 25 Millionen Dollar aus dem Land zu schaffen. Sie sollen nur kurz Ihre Kontodaten angeben – und schon bekommen Sie 30 Prozent der Summe. Klingt fair, oder?

Realität: Der einzige Prinz, der hier auftaucht, ist der Betrüger, der sich königlich über Ihre Naivität amüsiert.

Die „Europol“ ermittelt gegen Sie

„Sehr geehrter Internetnutzer, wegen illegaler Aktivitäten wurde gegen Sie ein Verfahren eingeleitet.“ Oft garniert mit haarsträubenden Rechtschreibfehlern und einer E-Mail-Adresse wie „europolofficial123@gmail.com„.

Tipp: Echte Behörden kontaktieren Sie niemals per E-Mail wegen Strafverfahren. Und schon gar nicht mit Gmail-Adressen.

Die „Potenzmittel-Offensive“

„Sonderangebot! Viagra zum Schnäppchenpreis!“ – meist in gebrochenem Deutsch und mit Links zu dubiosen Webseiten.

Fun Fact: Wenn echte Pharmaunternehmen Sie unaufgefordert per Spam kontaktieren würden, wären sie längst pleite.

Moderne Phishing-Maschen: Wenn’s richtig gefährlich wird

Die Zeiten, in denen man Phishing-Mails an grotesken Rechtschreibfehlern erkannte, sind größtenteils vorbei. Dank KI-Tools erstellen Betrüger heute in Sekunden personalisierte, fehlerfreie Nachrichten, die täuschend echt wirken. Hier die aktuell häufigsten Maschen:

1. Die DHL-Falle: „Ihr Paket braucht Zollgebühren“

Sie bekommen eine SMS oder E-Mail: „Ihr Paket liegt wegen unvollständiger Adressangaben im Lager“ oder „Bitte zahlen Sie 2,99 Euro Zollgebühren“.

Was passiert: Der Link führt zu einer gefälschten Website, die täuschend echt aussieht. Dort sollen Sie Ihre Kreditkartendaten eingeben – und schwupps, haben die Betrüger Zugriff auf Ihr Konto.

Erkennungszeichen:

  • DHL versendet keine SMS mit Zahlungsaufforderungen
  • Die Absender-URL sieht seltsam aus (z.B. „dhl-paket-tracking-xyz.ru“)
  • Rechtschreibfehler bei Umlauten („ue“ statt „ü“)

Übrigens: Diese Masche heißt „Smishing“ – eine Kombination aus SMS und Phishing.

2. Amazon & PayPal: „Ihre Zahlung ist fehlgeschlagen“

„Sehr geehrter Kunde, Ihre letzte Zahlung für Amazon Prime konnte nicht durchgeführt werden. Bitte aktualisieren Sie Ihre Zahlungsdaten“.

Was passiert: Sie klicken auf den Button „Jetzt aktualisieren“ und landen auf einer perfekt gefälschten Amazon-Seite. Die eingegebenen Daten gehen direkt an die Betrüger.

Erkennungszeichen:

  • Unpersönliche Anrede („Sehr geehrter Kunde“ statt Ihres Namens)
  • Datum auf Englisch oder im falschen Format
  • Die E-Mail-Adresse des Absenders sieht verdächtig aus (z.B. „amazon-support@897b924d7e.nxcli.io„)

3. Der QR-Code-Trick: „Quishing“

Die neueste Masche: Betrüger integrieren QR-Codes in E-Mails, die angeblich von Ihrer Bank oder einer Behörde stammen. Beim Scannen landen Sie auf einer gefälschten Website oder installieren Schadsoftware.

Warum das gefährlich ist: Virenscanner erkennen QR-Codes als harmlose Bilder und schlagen keinen Alarm.

Tipp: Scannen Sie niemals QR-Codes aus unaufgeforderten E-Mails.

4. KI-generiertes Spear-Phishing: „Hallo Tom, kannst du mir kurz helfen?“

Mit KI-Tools erstellen Betrüger personalisierte E-Mails, die aussehen, als kämen sie von Ihrem Chef, Kollegen oder Freund. Tonalität, Logo und sogar der Schreibstil werden perfekt nachgeahmt.

Beispiel: „Hi Tom, ich bin gerade im Meeting. Kannst du mir schnell die Quartalszahlen zuschicken? Danke!“

Was passiert: Sie schicken die Daten – direkt an den Betrüger.

5. Deepfakes: Wenn Ihr Chef plötzlich „anruft“

Die Königsklasse: Betrüger nutzen KI-generierte Stimmen oder Videos, um sich als Ihr Chef oder Finanzchef auszugeben. Ein Unternehmen in Hongkong verlor so 23 Millionen Euro.

Klingt wie Science-Fiction? Ist es aber nicht. Die Technologie ist mittlerweile für jeden zugänglich.

So erkennen Sie Phishing-Mails: Die ultimative Checkliste

Egal, wie professionell eine E-Mail aussieht – es gibt immer Warnsignale. Hier die wichtigsten:

✅ Absender genau prüfen

  • Echte Banken schreiben von „@sparkasse.de“, nicht von „sparkasse-sicherheit@gmail.com
  • Fahren Sie mit der Maus über die Absenderadresse – oft verbirgt sich dahinter eine völlig andere E-Mail

✅ Unpersönliche Anrede

„Sehr geehrter Kunde“ oder „Lieber Nutzer“ statt Ihres Namens? Alarmglocken!
Aber Vorsicht: Manchmal haben Betrüger bereits Ihren Namen – dann wird es kniffliger.

✅ Dringlichkeit und Drohungen

„Ihr Konto wird in 24 Stunden gesperrt!“ oder „Handeln Sie sofort!“ sind klassische Druckmittel.

Merke: Seriöse Unternehmen setzen Sie niemals unter Zeitdruck.

✅ Links und URLs überprüfen

Fahren Sie mit der Maus über den Link (aber nicht klicken!). Die echte URL erscheint dann unten im Browser.

Beispiel: Der Link sagt „www.paypal.com„, führt aber zu „www.paypa1.com“ (mit einer „1″ statt „l“).

⚠️ WICHTIG – Die Kurz-URL-Falle:

Besonders heimtückisch sind verkürzte Links (URL-Shortener) wie bit.ly, TinyURL oder t.co. Was auf den ersten Blick praktisch aussieht („http://bit.ly/xyz123„), verschleiert das wahre Ziel des Links komplett.

Warum Kurz-URLs so gefährlich sind:

  • Verstecktes Ziel: Sie können nicht erkennen, wohin der Link wirklich führt – zu PayPal oder zu einer Phishing-Seite?
  • Beliebtes Betrüger-Werkzeug: Kriminelle nutzen Shortener, um ihre dubiosen Websites zu verschleiern und Spam-Filter zu umgehen
  • URL-Shimming: Betrüger können das Ziel nachträglich ändern – heute führt der Link zu einer harmlosen Seite, morgen zu Malware
  • Tracking und Datenschutz: Jeder Klick auf einen Kurz-Link wird vom Anbieter erfasst – inklusive IP-Adresse, Standort, Browsertyp und Geräteinformationen

So schützen Sie sich vor Kurz-URL-Tricks:

  1. Niemals blind auf Kurz-Links klicken – auch wenn sie von scheinbar bekannten Absendern kommen
  2. Prüf-Tools nutzen: Dienste wie „CheckShortURL“ oder „LongURL.org“ zeigen das echte Ziel hinter dem Kurz-Link an
  3. Bei bit.ly ein „+“ anhängen: Aus „bit.ly/xyz123″ wird „bit.ly/xyz123+“ – dann sehen Sie eine Vorschau-Seite mit dem echten Ziel
  4. Im Zweifel: Nicht klicken! Wenn Ihnen ein Kurz-Link in einer E-Mail seltsam vorkommt, geben Sie die Adresse des Unternehmens lieber manuell im Browser ein

Merke: Seriöse Unternehmen wie Ihre Bank oder PayPal verwenden in offiziellen E-Mails niemals Kurz-URLs. Wenn Sie einen bit.ly-Link in einer angeblichen Sparkassen-E-Mail sehen – sofort löschen.

✅ Rechtschreibfehler und Zeichensatzfehler

Auch wenn es seltener wird: Viele Phishing-Mails haben immer noch Fehler – besonders bei Umlauten (z.B. „ue“ statt „ü“).

✅ Keine Anhänge öffnen

Seriöse Unternehmen schicken Ihnen keine ZIP-Dateien, PDFs oder Word-Dokumente per E-Mail.

✅ Aufforderung zur Dateneingabe

Niemals fordern echte Banken, PayPal oder Amazon Sie per E-Mail auf, Passwörter, PINs oder Kreditkartendaten einzugeben.

✅ Empfänger-Adresse checken

Steht im „An“-Feld Ihre E-Mail-Adresse? Oder steht da „undisclosed-recipients“ oder gar nichts?

Tipp: Seriöse Newsletter zeigen immer Ihre Adresse im „An“-Feld.

Erwischt! Was tun, wenn Sie auf Phishing hereingefallen sind?

Keine Panik – aber schnelles Handeln ist jetzt wichtig:

🚨 Sofort-Maßnahmen

  1. Passwörter ändern – und zwar alle, die mit dem betroffenen Konto zu tun haben
  2. Bank informieren – wenn Sie Kontodaten eingegeben haben, lassen Sie Konto und Karte sperren
  3. Zwei-Faktor-Authentifizierung aktivieren (dazu gleich mehr)
  4. Anzeige bei der Polizei erstatten – entweder vor Ort oder online über die Internetwache
  5. Phishing-Mail melden – z.B. an phishing@vz-nrw.de oder trojaner@polizeilabor.de

📧 Phishing-Mails melden

Sie können verdächtige E-Mails an folgende Stellen weiterleiten:

Wichtig: Leiten Sie die Mail unkommentiert weiter – keine eigenen Anmerkungen hinzufügen.

Schutz vor Phishing: So bleiben Sie sicher

🔐 1. Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA) aktivieren

Die wichtigste Schutzmaßnahme überhaupt. Selbst wenn Betrüger Ihr Passwort haben, kommen sie ohne den zweiten Faktor (z.B. SMS-Code oder Authentifizierungs-App) nicht ins Konto.

So geht’s:

  • Bei Google, Apple, Microsoft, PayPal, Amazon und twosteps – eigentlich überall gibt es 2FA in den Sicherheitseinstellungen

🔑 2. Passwort-Manager nutzen

Für jedes Konto ein anderesstarkes Passwort? Unmöglich zu merken. Genau dafür gibt es Passwort-Manager.

Vorteile:

  • Automatisches Ausfüllen von Passwörtern
  • Erkennen gefälschter Websites (der Manager füllt nur auf der echten Seite aus)
  • Sichere Passwörter generieren

🛡️ 3. Anti-Phishing-Software und Virenscanner

Moderne Sicherheitssoftware erkennt viele Phishing-Versuche automatisch.

Tipp: Halten Sie Betriebssystem, Browser und Sicherheitssoftware immer aktuell.

📱 4. Misstrauen Sie SMS und unbekannten Anrufern

Wenn Sie eine SMS von „DHL“, „Ihrer Bank“ oder dem „Finanzamt“ bekommen – erst nachdenken, dann klicken.

🌐 5. URLs immer manuell eingeben

Wenn Sie sich bei Ihrer Bank oder PayPal anmelden wollen, tippen Sie die Adresse selbst in den Browser ein – niemals über einen Link aus einer E-Mail.

📧 6. E-Mail-Adressen sparsam verwenden

Je öfter Ihre E-Mail-Adresse im Netz kursiert, desto mehr Spam und Phishing bekommen Sie.

Tipp: Nutzen Sie separate E-Mail-Adressen für Online-Shopping, Newsletter und wichtige Accounts.

💾 7. Regelmäßige Backups

Falls doch mal Schadsoftware auf Ihren Computer gelangt, können Backups Ihre Daten retten.

Fazit: Phishing ist wie schlechtes Theater – aber mit echten Konsequenzen

Phishing-Mails sind ein bisschen wie schlechte Schauspieler in einem billigen Krimi: Manchmal erkennt man sie sofort an ihrer Kostümierung, manchmal aber spielen sie ihre Rolle erschreckend überzeugend. Der Unterschied? Während man beim schlechten Film nur zwei Stunden verschwendet, kann man bei Phishing sein Geld, seine Daten und seinen Seelenfrieden verlieren.

Die gute Nachricht: Mit ein bisschen gesundem Menschenverstand, einem kritischen Blick auf Absender und Links – und vor allem der Zwei-Faktor-Authentifizierung – können Sie sich wirksam schützen.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen:

Klicken Sie lieber zweimal zu wenig als einmal zu viel – sonst sitzt am Ende der „nigerianische Prinz“ lachend vor Ihrem leeren Bankkonto.

Und wenn dann der echte DHL-Bote klingelt, können Sie zumindest sicher sein, dass er nicht nach Ihren Kreditkartendaten fragt. 😉

Checkliste: Phishing-Mails erkennen – Kurzfassung

Damit Sie nicht in die Falle tappen, hier nochmal die wichtigsten Punkte:

✅ Absender-Adresse genau prüfen

Echte Unternehmen nutzen ihre offiziellen Domains. „sparkasse-sicherheit@gmail.com“ ist garantiert nicht die Sparkasse.

✅ Unpersönliche Anrede

„Sehr geehrter Kunde“ statt Ihres Namens? Finger weg.

✅ Druck und Dringlichkeit

„Handeln Sie sofort!“ oder „Konto wird gesperrt!“ sind klassische Warnsignale.

✅ Links niemals direkt anklicken

Fahren Sie mit der Maus drüber und prüfen Sie die echte URL. Im Zweifel: Website manuell im Browser eingeben.

⚠️ Vorsicht bei Kurz-URLs (bit.ly, TinyURL & Co.)

Verkürzte Links verschleiern das wahre Ziel. Nutzen Sie Prüf-Tools wie „CheckShortURL“ oder hängen Sie bei bit.ly ein „+“ an die URL, um das Ziel zu sehen. Seriöse Banken verwenden niemals Kurz-Links in offiziellen E-Mails!

✅ Niemals Daten in E-Mails eingeben

Kein seriöses Unternehmen fragt per E-Mail nach Passwörtern, PINs oder Kreditkartendaten.

✅ Rechtschreibfehler und komische Zeichen

Auch wenn’s seltener wird: Viele Phishing-Mails haben noch Fehler.

✅ Anhänge nicht öffnen

ZIP-Dateien, PDFs oder Word-Dokumente von unbekannten Absendern? Sofort löschen.

✅ Bauchgefühl ernst nehmen

Wenn irgendetwas seltsam wirkt – ist es das wahrscheinlich auch.

Übrigens: Wenn Sie unsicher sind, fragen Sie uns. Wir helfen Ihnen gerne. Natürlich kostenlos.

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Neue Spam-Welle über WordPress-Plugins: CartFlows und die Gefahr für Alle

Die digitale Bedrohungslandschaft entwickelt sich kontinuierlich weiter, und WordPress-Websites stehen erneut im Fokus von Cyberkriminellen. Aktuell erleben wir eine massive Spam-Welle, die augenscheinlich über Sicherheitslücken in beliebten WordPress-Plugins wie CartFlows verbreitet wird. Betroffene erhalten täuschend echte E-Mails mit der Warnung, dass ihre Domain und ihr Postfach nicht bestätigt seien und innerhalb von 72 Stunden abgeschaltet würden.

Die aktuelle Bedrohungslage: CartFlows im Visier der Angreifer

CartFlows ist eines der beliebtesten WooCommerce-Plugins mit über 200.000 aktiven Installationen. Das Plugin ermöglicht es Unternehmen, hochkonvertierende Sales Funnels und Checkout-Prozesse zu erstellen. Doch diese Popularität macht es zu einem attraktiven Ziel für Cyberkriminelle.

Bereits dokumentierte Sicherheitslücken in CartFlows:

Die Sicherheitsgeschichte von CartFlows zeigt mehrere kritische Schwachstellen:

  • CVE-2024-4632: Cross-Site Scripting (XSS) in Versionen bis 2.0.7 mit einem CVSS-Score von 6.4
  • Cross-Site Request Forgery (CSRF) in Versionen bis 1.5.15
  • Privilege Escalation in Version 1.3.0, die Angreifern ermöglichte, Sicherheitskontrollen zu umgehen

Diese Schwachstellen verdeutlichen, warum CartFlows regelmäßig auf Vulnerability-Listen erscheint und warum Angreifer das Plugin für ihre Spam-Kampagnen ausnutzen.

Wie funktioniert die aktuelle Spam-Kampagne?

Die derzeitige Angriffswelle folgt einem bewährten Muster, das bereits bei anderen WordPress-Plugins beobachtet wurde:

  1. Ausnutzung von Plugin-Schwachstellen: Angreifer infiltrieren WordPress-Websites über ungesicherte oder veraltete Plugins
  2. E-Mail-Spoofing: Legitimierte SMTP-Konfigurationen werden missbraucht, um authentisch wirkende E-Mails zu versenden
  3. Social Engineering: Die Nachrichten nutzen Dringlichkeit („72 Stunden“) und Autoritätsargumente („Domain-Abschaltung“)
  4. Glaubwürdige Darstellung: E-Mails passieren SPF-, DKIM- und DMARC-Prüfungen, wodurch sie als vertrauenswürdig erscheinen

Die Gefahren

Wenn Ihr WordPress-System kompromittiert wird, drohen schwerwiegende Konsequenzen:

Unmittelbare Risiken:

  • Reputationsverlust durch Spam-Versendung über Ihre Domain
  • Blacklisting Ihrer E-Mail-Domain durch Spam-Filter
  • Verlust des Kundenvertrauens
  • Potenzielle rechtliche Konsequenzen

Langfristige Auswirkungen:

  • SEO-Ranking-Verluste durch Malware-Flagging
  • Erhöhte Cybersicherheitskosten
  • Mögliche Datenschutzverletzungen nach DSGVO

WordPress Plugin-Sicherheit: Ein systemisches Problem

Die WordPress-Landschaft verzeichnet kontinuierlich steigende Sicherheitsprobleme. Allein im Oktober 2025 wurden 476 neue Vulnerabilities in WordPress-Plugins und -Themes gemeldet. Diese Zahlen unterstreichen ein fundamentales Problem: Je mehr Plugins installiert sind, desto größer wird die Angriffsfläche

Warum Plugins besonders gefährlich sind:

  • Drittanbieter-Code: Plugins werden von verschiedenen Entwicklern mit unterschiedlichen Sicherheitsstandards erstellt
  • Unregelmäßige Updates: Viele Plugin-Entwickler reagieren langsam auf Sicherheitslücken
  • Abhängigkeitsketten: Ein einzelnes kompromittiertes Plugin kann das gesamte System gefährden

Best Practices für WordPress-Sicherheit

1. Minimale Plugin-Installation

Die wichtigste Regel: Installieren Sie nur die Plugins, die Sie wirklich benötigen. Jedes zusätzliche Plugin erhöht das Risiko exponentiell. Führen Sie regelmäßige Plugin-Audits durch und entfernen Sie:

  • Ungenutzte Plugins
  • Plugins ohne aktuelle Updates
  • Plugins von unbekannten Entwicklern
  • Nulled oder piratierte Plugins

2. Regelmäßige Updates sind unverzichtbar

Sicherheitsupdates sollten umgehend installiert werden:

  • Aktivieren Sie automatische Updates für kritische Sicherheitspatches
  • Überwachen Sie Vulnerability-Datenbanken wie Wordfence oder Patchstack
  • Testen Sie Updates zunächst in einer Staging-Umgebung
  • Dokumentieren Sie alle installierten Plugin-Versionen

3. Erweiterte Sicherheitsmaßnahmen

E-Mail-Authentifizierung stärken:

  • Implementieren Sie SPF, DKIM und DMARC-Records
  • Nutzen Sie dedizierte SMTP-Services statt der WordPress-Standard-Mailfunktion
  • Überwachen Sie DMARC-Reports auf verdächtige Aktivitäten

Zugriffskontrolle verschärfen:

  • Verwenden Sie starke, eindeutige Passwörter für alle Accounts
  • Implementieren Sie Zwei-Faktor-Authentifizierung (2FA)
  • Beschränken Sie Admin-Zugriffe auf notwendige IP-Adressen
  • Deaktivieren Sie User Enumeration

Sofortmaßnahmen bei Verdacht auf Kompromittierung

Falls Sie verdächtige E-Mails von Ihrer Domain bemerken:

  1. Sofortige Passwort-Änderung: Alle WordPress- und E-Mail-Passwörter zurücksetzen
  2. Malware-Scan durchführen: Nutzen Sie professionelle Scanner wie Wordfence
  3. Plugin-Audit: Überprüfen Sie alle installierten Plugins auf Updates
  4. E-Mail-Konfiguration prüfen: Kontrollieren Sie SMTP-Einstellungen und Weiterleitungsregeln
  5. Backup-Wiederherstellung: Falls verfügbar, stellen Sie eine saubere Backup-Version wieder her

Die twosteps GmbH Empfehlung: Weniger ist mehr

Als Experten für sichere Geschäftsanwendungen empfehlen wir unseren Kunden konsequent: Verwenden Sie so wenige Plugins wie möglich. Jedes Plugin stellt eine potenzielle Sicherheitslücke dar, die von Angreifern ausgenutzt werden kann.

Unsere Sicherheitsstrategie:

  • Regelmäßige Sicherheitsaudits aller eingesetzten Systeme
  • Minimale Plugin-Architektur mit ausschließlich essentiellen Erweiterungen
  • Proaktive Überwachung von Sicherheits-Bulletins und Vulnerability-Datenbanken
  • Automatisierte Update-Prozesse mit Testing-Zyklen

Fazit: Prävention ist der beste Schutz

Die aktuelle Spam-Welle über CartFlows und andere WordPress-Plugins zeigt deutlich, dass Cybersicherheit keine einmalige Aufgabe ist, sondern ein kontinuierlicher Prozess. Unternehmen, die ihre WordPress-Websites nicht regelmäßig warten und aktualisieren, setzen sich erheblichen Risiken aus.

Handeln Sie proaktiv:

  • Auditieren Sie Ihre Plugin-Installation noch heute
  • Implementieren Sie ein strukturiertes Update-Management
  • Investieren Sie in professionelle Sicherheitstools
  • Etablieren Sie regelmäßige Sicherheitsüberprüfungen

Die Kosten für präventive Sicherheitsmaßnahmen sind immer geringer als die Kosten einer erfolgreichen Cyberattacke. Schützen Sie Ihr Unternehmen, bevor es zu spät ist.

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Warum es besser ist, bei europäischen Shops zu kaufen – und nicht bei „MerryKlein.com & Co.“

Online-Shopping ist heute so selbstverständlich wie Zähneputzen. Ein paar Klicks, eine kurze Wartezeit – und schwupps, liegt das neue Lieblingsstück vor der Tür. Zumindest in der Theorie. In der Praxis sieht es manchmal leider ganz anders aus, vor allem dann, wenn man in den virtuellen Weiten der ultragünstigen China-Shops einkauft.

Der Name klingt zwar verspielt: merryklein.com. Doch statt Möbeln, Kleidern oder Technik gibt’s hier fast ausschließlich Handyhüllen – in allen Farben, Formen und Fantasievarianten, von „3D-Erdbeertraum“ bis „Ultra-Sparkle-Glitter“. Klingt bunt und aufregend, entpuppt sich in der Realität aber oft als zerbrechlicher Kunststoff, der mit dem beworbenen „Tempered Glass“ ungefähr so viel zu tun hat wie ein Schokoriegel mit gesunder Ernährung.

Und merryklein.com ist nur ein Beispiel von vielen. Ähnliche Erfahrungen machen Käufer auch auf großen Plattformen wie Wish, AliExpress oder neuerdings Temu: Hier locken schier unglaubliche Angebote – von der „Luxus-Kaffeemaschine für 29,99 €“ bis zum „Designer-Kleid für 14,50 €“. Doch was als Schnäppchen beginnt, endet oft im Schrank der Enttäuschungen.

Expectation vs. Reality – Klassiker aus dem Online-Shopping-Horror

Zur Auflockerung hier ein paar legendäre Beispiele, die in einschlägigen Bewertungsportalen kursieren (und jeder, der schon mal bei dubiosen Shops bestellt hat, wird sich wiedererkennen):

  • Die Traum-Couch: Abgebildet war ein edles, samtbezogenes Sofa in elegantem Grau. Geliefert wurde ein aufblasbarer Plastikstuhl mit Mickey-Mouse-Ohren. Immerhin platzsparend.
  • Das Sommerkleid: Auf den Fotos: eine elegante, fließende Robe wie aus einer Modezeitschrift. In echt: ein Stück Polyester, das so durchsichtig war, dass es vermutlich besser als Gardine getaugt hätte.
  • Die Designer-Lampe: Online: „Minimalistische LED-Hängelampe, 120 cm, dimmbar“. Realität: Ein winziges LED-Teelicht mit Kabel, kaum größer als ein Feuerzeug.
  • Das „Premium“-Headset: Im Angebot: „Noise Cancelling, Gaming-Qualität“. Geliefert: Plastikbügel mit Wackel-Ohrpolstern, der beim ersten Aufsetzen knarzt wie Omas Schranktür.
  • Das „3D Colorful Fruit Magsafe Tempered Glass Phone Case“: Auf den Fotos: eine stylische, leuchtend bunte Handyhülle mit 3D-Obst-Design, hochwertigem Glaslook und natürlich „MagSafe-kompatibel“. Ein echtes Lifestyle-Accessoire, das Smartphone und Sommerlaune perfekt verbindet. Realität: Die angeblich bruchsichere Hülle von merryklein.com kam in Bruchstücken an – mehr Scherbenhaufen als Schutzhülle. Statt „Tempered Glass“ offenbar „Already Shattered Glass“. Von MagSafe keine Spur, dafür scharfe Kanten, mit denen man sich höchstens den Finger ritzen konnte. Wer kreativ war, konnte die Reste vielleicht noch als moderne Glaskunst ins Regal stellen – oder gleich zum Altglas bringen.

Und das Schönste daran? Auf Reklamationen folgt stets die gleiche Leier:

„Bitte senden Sie den Artikel auf eigene Kosten nach China zurück.“

Das Rücksende-Porto übersteigt den Warenwert ums dreifache, die Wartezeit ist absurd – und der Gedanke, eine kaputte Handyhülle einmal um den Globus zu schicken, hat ungefähr den gleichen Sinn wie ein Regenschirm im Orkan. Obendrein ist bei dieser Art von Betrügern auch völlig unsicher, ob der gezahlte Betrag je zurückgezahlt wird.

Warum wir uns diesen Frust sparen können

Europäische Shops sind vielleicht vordergründig ein paar Euro teurer – aber dafür bekommt man auch das, wofür man bezahlt. Der Unterschied zeigt sich in mehreren Punkten:

1. Lieferzeit

  • China-Shop: „Express“ heißt oft vier bis sechs Wochen, manchmal länger.
  • Europäischer Shop: Lieferung in zwei bis drei Tagen. Meist sogar mit Sendungsverfolgung, die nicht in kryptischen Zeichen endet.

2. Qualität

  • China-Shop: Fotos stammen vermutlich aus einem Paralleluniversum.
  • Europäischer Shop: Artikel entspricht in der Regel genau dem, was abgebildet wurde.

3. Kundenservice

  • China-Shop: „Sehr geehrter Kunde, wir verstehen Ihr Problem, aber wir können leider nichts tun.“
  • Europäischer Shop: „Kein Problem, wir schicken Ihnen Ersatz oder erstatten den Kaufbetrag.“

4. Verbraucherschutz

  • China-Shop: Viel Glück!
  • Europäischer Shop: 14 Tage Widerrufsrecht, klare Garantiebedingungen und die Möglichkeit, sein Recht auch tatsächlich durchzusetzen.

5. Nachhaltigkeit

  • China-Shop: Ware fliegt um die halbe Welt – nur um dann kaputt im Müll zu landen.
  • Europäischer Shop: Kürzere Lieferwege, oft bessere Produktionsstandards und weniger Verpackungsmüll.

Der wahre Preis des Billig-Shoppings

Viele lassen sich vom günstigen Preis blenden. Doch am Ende zahlt man nicht nur mit dem Portemonnaie – sondern auch mit Zeit, Nerven und Umweltbelastung.

  • Die Rücksendung kostet oft mehr, als die Ware wert ist.
  • Statt Vorfreude gibt’s Enttäuschung.
  • Statt Garantie gibt’s Ausreden.
  • Statt Freude am Produkt landet es häufig direkt in der Tonne.

Und wenn wir ehrlich sind: Was bringt es, wenn die „3D Colorful Fruit“-Handyhülle von merryklein.com nur 21,39 Euro kostet, aber schon kaputt ankommt und aussieht wie ein Puzzle fürs Altglas? Und kaum Ähnlichkeiten mit dem beworbenen Produkt hat?

Fazit

Billig-Shopping aus China ist ein bisschen wie eine Überraschungstüte vom Jahrmarkt: Man weiß nie, was drin ist. Nur dass man hier leider meistens keine freudige Überraschung erlebt, sondern das Gefühl, in eine besonders schlechte Comedy geraten zu sein.

Europäische Shops bieten dagegen:

  • Transparenz,
  • Verlässlichkeit,
  • Service,
  • und vor allem Produkte, die auch wirklich funktionieren.

Oder, um es auf den Punkt zu bringen:

👉 Bestellen Sie lieber lokal – sonst riskieren Sie, dass aus der schicken Designerlampe oder der „3D Colorful Fruit“-Handyhülle ein Witz für den Altglascontainer wird.

Und wenn Sie dann im Dunkeln sitzen oder vor einem Haufen Glasscherben stehen, können Sie zwar lachen – aber schöner ist es, wenn Sie das gleich vermeiden. 😉

Checkliste: Sicher online shoppen

Damit Sie nicht im Scherbenhaufen landen, hier ein paar einfache Tipps, wie man seriöse Shops von dubiosen unterscheidet:

Impressum prüfen
Ein seriöser Shop hat ein vollständiges Impressum mit Adresse in der EU und klaren Kontaktmöglichkeiten. Wenn dort nur „Welcome to Merryklein“ oder „Happy Online Service Ltd.“ ohne Adresse steht – lieber Finger weg.

Zahlungsmethoden anschauen
Nur Vorkasse auf ein dubioses Auslandskonto? Alarmglocken! Seriöse Shops bieten PayPal, Kreditkarte oder Rechnungskauf an.

Bewertungen lesen – und zwar die richtigen
Nicht nur die 5-Sterne-Bewertungen auf der Shopseite selbst anschauen, sondern unabhängige Plattformen wie Trustpilot, Google Reviews oder Foren. Da zeigt sich schnell, ob es sich um ein schwarzes Schaf handelt.

Preis-Check machen
Wenn die „Marken-Handyhülle“ überall 40 € kostet und bei einem Shop plötzlich nur 8 € – dann stimmt meistens etwas nicht.

Rückgaberegeln prüfen
Seriöse Shops kommunizieren klar: 14 Tage Rückgaberecht, Rücksendeadresse in der EU.
Dubiose Shops schreiben oft vage „Rückgabe nach Rücksprache“ oder „Rücksendung nach China auf eigene Kosten“.

Webseite unter die Lupe nehmen
Viele Fake- oder Billigshops erkennt man schon an der Optik: schlecht übersetzte Texte, verpixelte Fotos, fehlende AGB. Ein seriöser Shop investiert in seine Außendarstellung.

Bauchgefühl ernst nehmen
Wenn etwas zu schön klingt, um wahr zu sein – ist es das meist auch.

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Bitte nicht alle auf einmal! – Warum E-Mails mit vielen sichtbaren Empfängern ein No-Go sind

Oder: „To“ be or not „To“ be – das ist hier die Frage.

Stellen Sie sich vor, Sie stehen auf einer Bühne, das Licht geht an – und Sie lesen laut die Namen und E-Mail-Adressen aller Personen vor, die Sie kennen. Peinlich? Unangenehm? Ein Datenschutz-Albtraum? Willkommen in der Welt der überfüllten „To“-Felder!

In Zeiten von DSGVO, Spamfiltern und digitaler Etikette gleicht eine E-Mail mit dutzenden sichtbaren Empfängern im „To“-Feld einem offenen Fenster zur digitalen Blamage. Doch warum ist das eigentlich so schlimm? Und wieso kann eine solche Mail sogar als Spam abgelehnt werden?

Tauchen wir ein in die bunte Welt des E-Mail-Verkehrs – mit einem Augenzwinkern, aber durchaus ernst gemeint.

1. Die Datenschutz-Katastrophe mit Ansage

Beginnen wir mit dem Offensichtlichen: Jede E-Mail-Adresse ist ein personenbezogenes Datum. Und nein, auch wenn sie aussieht wie „katze123@ aol.com“, schützt sie der Datenschutz. Werden Dutzende solcher Adressen für alle Empfänger sichtbar gemacht, ist das – juristisch gesagt – eine unzulässige Offenlegung personenbezogener Daten.

Und das kann richtig teuer werden. Die DSGVO kennt da wenig Gnade. Wer E-Mail-Adressen ohne Einwilligung weitergibt, handelt nicht nur fahrlässig, sondern kann mit empfindlichen Bußgeldern rechnen. Auch Vereine, kleine Unternehmen oder Nachbarschafts-Initiativen sind hier nicht ausgenommen. DSGVO ist wie Schwerkraft – sie wirkt auf alle.

2. Spamfilter schlagen Alarm – und zwar zu Recht

Viele Empfänger im „To“-Feld? Das wirkt für moderne Mailserver wie ein rotes Tuch. Der Grund: So sehen Spam-Mails aus. Und genau so verhalten sie sich auch. Die Mail sieht aus wie Massenwerbung, verhält sich wie Massenwerbung – also wird sie von vielen Spamfiltern auch als Massenwerbung behandelt. Im besten Fall landet die Mail im Spamordner. Im schlechtesten wird sie komplett abgelehnt.

Und dann wundern sich Absender oder Absenderinnen, warum niemand antwortet. Kleiner Tipp: Vielleicht ist die Mail gar nicht angekommen.

3. Reaktionsketten des Grauens

Ein weiterer Klassiker: Jemand antwortet versehentlich mit „Allen antworten“ („Reply all“). Plötzlich bekommen 87 Personen eine Rückmeldung wie „Danke, hab’s gelesen“. Dann antwortet jemand auf die Antwort. Und so weiter. Willkommen im Reply-All-Armageddon.

Am Ende hat niemand mehr den Überblick, wer was warum geschickt hat – und ob überhaupt noch jemand weiß, worum es ursprünglich ging. Das Internet ist ein wunderbarer Ort, aber Gruppendynamik per E-Mail ist sein dunkler Wald.

4. Gegenmittel: Das BCC-Feld – Ihr unsichtbarer Superheld

Die Lösung ist so einfach wie altbekannt: BCC – Blind Carbon Copy. Empfänger, die hier eingetragen werden, sehen einander nicht. Datenschutz? Check. Kein Spamverdacht? Check. Kein kollektives Antworten? Doppelcheck.

Wer regelmäßig Informationen an viele Empfänger senden muss, sollte sich angewöhnen, seine eigene Adresse ins „To“-Feld zu setzen und alle anderen in BCC. So wird aus der Mail kein offenes Buch, sondern ein diskretes Memo.

Und wer’s besonders professionell mag: nutzt am besten eine geeignete Newsletter-Software mit Double-Opt-In, personalisierten Anreden und Abmeldelink. Aber das ist ein Thema für einen eigenen Artikel…

5. Und was ist mit dem guten Ton?

E-Mails mit offener Empfängerliste sind nicht nur ein Sicherheitsproblem, sie sind auch schlicht unhöflich. Niemand möchte mit einer Horde Fremder in einen virtuellen Raum gezerrt werden, ohne gefragt zu werden. Vor allem dann nicht, wenn die Mail mit „Liebe Freunde“ beginnt und man sich denkt: „Wer bist du überhaupt?“

Fazit: Ein kleiner Klick für dich – ein großer Schritt für die Netiquette

In der digitalen Kommunikation gilt wie so oft: Mit großer Macht (viele E-Mail-Adressen) kommt große Verantwortung. Wer E-Mails an viele Menschen sendet, sollte sich bewusst sein, was er da eigentlich tut – und vor allem, was er dabei preisgibt.

Also: Hände weg vom „To“-Feld bei Massenmails! Nutzen Sie BCC. Ihre Empfänger, der Datenschutzbeauftragte, und der Spamfilter sagen: Danke!

Noch Fragen, Anregungen oder ein Bekenntnis zum letzten „To“-Feld-Fauxpas?
Schick uns gern einen Kommentar – aber bitte nur einen. Und bitte nicht an alle. 🙂

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Sicherheitslücke gefunden! – Gegen Cash, bitte.

Sicherheitslücken sind wie Pilze: Manche sind harmlos, andere hochgiftig – und einige werden einem von Fremden aufgedrängt, obwohl man nie danach gefragt hat.

Bei twosteps legen wir Wert auf echte Sicherheit. Das bedeutet auch: Nicht jede Funktion, die theoretisch möglich wäre, ist bei uns auch aktiv. Aus gutem Grund. Denn wo weniger Angriffsfläche, da weniger Risiko. Trotzdem – ganz ausschließen lassen sich Schwachstellen leider nie. Das wissen wir. Und das ist auch völlig in Ordnung. Was allerdings nicht in Ordnung ist, ist ein Trend, den wir freundlich als „kreative Geschäftsidee“ bezeichnen möchten.

Es geht um Leute, die ihre Freizeit damit verbringen, Webseiten und Server nach vermeintlichen Sicherheitslücken zu durchforsten – und diese Funde dann sehr enthusiastisch zu „verkaufen“. Der Ablauf ist meist ähnlich: Man bekommt eine Nachricht über eine angeblich kritische Schwachstelle, verbunden mit dem Hinweis, dass man diese Information gegen eine „angemessen hohe Entschädigung“ bekommen könne. Selbstverständlich im Sinne der guten Sache. Rein altruistisch, versteht sich.

Wir haben uns bei twosteps vor drei Jahren entschieden, bei diesem Spiel nicht mitzumachen.

Unsere Reaktion ist stets dieselbe: Wir bedanken uns höflich, verweisen auf das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) und bitten darum, die Lücke dort zu melden. Gleichzeitig schicken wir den kompletten bisherigen Mailverlauf ebenfalls ans BSI.

Und siehe da – in etwa 80 % der Fälle folgt keine technische Analyse, sondern eine ausschweifende Abhandlung darüber, wie viel besser doch eine „diskrete Lösung“ wäre. Mit sanftem Nachdruck, versteht sich. Der neue Vorschlag: Wenn wir weiterhin „so unkooperativ“ bleiben, würde man sich gezwungen sehen, die Schwachstelle (und gleich noch unseren gesamten E-Mail-Verkehr) an das BSI zu übermitteln – zu einem zufällig gewählten Datum in naher Zukunft.

Wir sagen: Na endlich! Genau da gehört sie hin.

Denn echte Sicherheit ist kein Verhandlungsthema. Und wer wirklich Verantwortung zeigt, meldet Probleme (wie wir es auch machen) – ohne Preisschild.

Warum das BSI der richtige Ansprechpartner ist

Warum verweisen wir ausgerechnet an das BSI? Ganz einfach: Weil es dafür geschaffen wurde.

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik ist die zentrale Anlaufstelle für IT-Sicherheitsvorfälle in Deutschland. Es verfügt über das nötige Fachwissen, kann Risiken realistisch einschätzen und steht im direkten Kontakt mit Unternehmen, Behörden und der Öffentlichkeit. Kurz: Das BSI trennt die Spreu vom Weizen – und erkennt, ob es sich bei einer gemeldeten Schwachstelle um ein echtes Risiko oder um einen kreativen Versuch handelt, Geld mit Angst zu verdienen.

Durch die Meldung an das BSI stellen wir sicher, dass berechtigte Hinweise ernst genommen und professionell bewertet werden – ohne finanzielles Eigeninteresse, ohne Druckmittel, ohne versteckte Agenda.

Unser Ziel ist nicht, Hinweise zu ignorieren. Im Gegenteil: Wir begrüßen jede sachlich fundierte Rückmeldung. Aber wir glauben auch, dass Sicherheit nicht durch Seitengeschäfte entsteht, sondern durch Transparenz, Zusammenarbeit – und durch die richtigen Partner.

Und dafür ist das BSI genau der richtige Ort.

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Blacklist? Yes, please! – Warum wir auf schwarze Listen nicht verzichten können

Ein Beitrag über Ordnung, Sicherheit und die dunkle Seite der Digitalisierung

Schwarze Listen – das klingt erstmal dramatisch. Fast wie der Titel eines Agentenfilms: „Mission: Blacklist – Vertrauen ist gut, filtern ist besser.“ Und irgendwie stimmt das auch. Denn so unscheinbar und unglamourös der Begriff im Arbeitsalltag auch daherkommt – die Wirkung von Blacklists ist alles andere als langweilig.

Ob im IT-Security-Team, in der E-Mail-Filterung oder bei der Webrecherche: Blacklists sind wie Türsteher in einem sehr exklusiven Club. Und nein, sie tragen keinen Anzug und haben keine Sonnenbrille auf – aber sie haben Prinzipien. Wenn jemand auf der Liste steht, kommt er nicht rein. Punkt.

Warum wir Blacklists brauchen

Stellen wir uns eine Welt ohne Blacklists vor. Ein digitales Paradies ohne Grenzen, ohne Regeln, ohne… Sicherheit. Klingt aufregend – ist aber in etwa so realistisch und angenehm wie ein Sommer ohne Mücken, aber mit offenem Fenster und Licht an.

Blacklists helfen dabei, Dinge fernzuhalten, die wir definitiv nicht in unserem System, Netzwerk oder Posteingang haben wollen:

  • Spam-E-Mails mit zweifelhaften Lotto-Gewinnen oder Potenz-Steigerungen
  • Malware-verseuchte Webseiten mit dem Charme von 2003
  • IP-Adressen, bei denen selbst Hacker rot werden
  • Kunden, die „dringend 100 iPhones auf Rechnung“ bestellen möchten (Spoiler: Sie zahlen nie)

Kurzum: Blacklists sind unsere stille Verteidigungslinie gegen die dunklen Künste des digitalen Alltags.

Aber kann man das nicht auch mit KI machen?

Ja, kann man und ganz nebenbei: machen wir auch. Aber auch Künstliche Intelligenz freut sich, wenn sie klare Regeln bekommt. Blacklists sind dabei wie der Spickzettel für Maschinenintelligenz: Sie zeigen, was garantiert nicht erwünscht ist. Warum sollte eine KI immer wieder das Rad neu erfinden, wenn eine gepflegte Liste schon weiß, wo’s brennt?

Der (nicht ganz) geheime Trick: Pflege, Pflege, Pflege

Natürlich ist eine Blacklist nur so gut wie ihre Aktualität. Wer seit 2018 dieselbe Liste nutzt, fährt IT-Sicherheit wie mit einem Klapphandy durch den Datensturm. Regelmäßige Updates sind Pflicht. Und dabei ist es wie beim Frühjahrsputz: Niemand macht’s gern, aber alle sind froh, wenn’s erledigt ist. Und genau deswegen steht die Pflege der Blacklists bei uns immer am 2. jeden Monates in Zusammenarbeit mit einigen freundlichen Kollegen auf den Plan.

„Warum ändert ihr nicht einfach die Liste? Ich habe eine ganz wichtige Mail nicht bekommen!“

Diese Frage hören wir öfter. Und wir verstehen das – wirklich. Wenn eine Mail mit dem Betreff „Vertragsabschluss 7-stellig – heute noch!“ im Spamfilter verschwindet oder gar nicht erst ankommt, dann ist das ärgerlich. Besonders, wenn man gerade schon angefangen hat, gedanklich die Yacht auszusuchen.

Aber genau hier liegt der Knackpunkt: Wenn wir als Provider bei jedem „aber das war super wichtig!“ einfach die Blacklist anpassen oder ausschalten würden, hätten wir innerhalb kürzester Zeit ein Postfach, das aussieht wie das Gästebuch eines öffentlichen WLANs: voll, ungefiltert und gefährlich.

Unsere Blacklists sind nicht willkürlich. Sie basieren auf:

  • etablierten, internationalen Quellen (die sich tagtäglich mit Spam und Bedrohungen beschäftigen),
  • eigenen Erfahrungswerten im Netzwerkbetrieb,
  • sowie automatisierten und manuellen Prüfprozessen, bei denen wir ganz genau hinschauen.

Sicherheit ist kein Wunschkonzert – aber wir nehmen Anfragen ernst

Wenn ein Kunde also anruft und sagt: „Ich habe da eine ganz wichtige Mail nicht bekommen, und die kam von einem Domainnamen mit zwölf Zahlen, einem .ru-Ende und einem seltsamen PDF-Anhang“, dann schauen wir da natürlich rein. Aber: Wir schalten nicht einfach die ganze Blacklist ab. Und das ist auch gut so – für alle.

Denn unser Ziel ist nicht, Kommunikation zu verhindern – im Gegenteil. Unser Ziel ist es, verlässliche Kommunikation zu ermöglichen. Und das bedeutet manchmal auch: Nein sagen zu E-Mails, die vielleicht wichtig aussehen, aber verdächtig riechen.

Fazit: Blacklists – unsichtbare Helden im Datenalltag

Sie sind nicht glamourös, sie posieren nicht auf Konferenzen, und sie bekommen keine eigenen TED-Talks. Aber ohne sie würden unsere Systeme im Chaos versinken – überflutet von Spam, Malware, und digitalen Halunken. Also: ein Hoch auf die Listen, die Nein sagen!

Oder wie es im Club heißt: „Du kommst hier nicht rein.“ Und das ist auch gut so.

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Warum Europäer keine Angst vor Trumps Zoll-Spinnereien haben sollten

Im weltweiten Schachspiel der Handelspolitik sorgt eine Figur immer wieder für Furore: Donald Trump. Mit seinem unverwechselbaren Stil hat er die Zollpolitik als Instrument wieder salonfähig gemacht, allerdings eher wie ein Zauberer, der nicht genau weiß, welche Effekte seine Zaubertricks wirklich nach sich ziehen. Doch anstatt in Panik zu verfallen, sollten wir in Europa uns diese Entwicklungen mit einer Prise Humor und einer großen Portion Gelassenheit anschauen. Außerdem ist es an der Zeit, die strategischen Partnerschaften zu Ländern wie Kanada und Japan zu stärken.

Trumps Zoll-Zaubereien: 100% Show 0% Substanz

Trump mag es, mit Zöllen zu jonglieren, so wie andere mit Bällen – allerdings mit dem Unterschied, dass seine Jonglage globale Märkte und lang etablierte Handelsbeziehungen stören kann.

Donald Trumps Herangehensweise an die Handelspolitik könnte man fast als eine Art politisches Theater beschreiben. Durch groß angekündigte Zölle und markige Sprüche hat er häufig versucht, seine Rolle als starker Führer zu betonen, der amerikanische Interessen „erst“ setzt. Doch hinter den Kulissen zeigt sich oft, dass diese Politik mehr auf Effekthascherei als auf durchdachte Strategien setzt.

Zölle, die als Schutzmaßnahmen für lokale Industrien eingeführt werden, klingen zunächst positiv für die betroffenen Branchen. In der Realität führen sie jedoch zu Preissteigerungen für Verbraucher und erhöhen die Kosten für Unternehmen, die auf importierte Rohstoffe oder Halbfertigprodukte angewiesen sind. Langfristig kann dies zu einer Verlangsamung des Wirtschaftswachstums führen, da Unternehmen gezwungen sind, höhere Preise zu zahlen und diese an ihre Kunden weiterzugeben.

Zudem provozieren derartige Maßnahmen oft Gegenschläge in Form von Vergeltungszöllen. Diese internationalen Reaktionen können schnell zu einem Handelskrieg eskalieren, in dem es letztlich keine Gewinner gibt, sondern nur geschwächte Wirtschaftsbeziehungen und höhere Barrieren für den globalen Handel.

Ein weiterer Aspekt ist die Unsicherheit, die solche Politiken schaffen. Investoren und Unternehmen planen auf Basis vorhersehbarer Rahmenbedingungen. Impulsive und schwer vorhersehbare Änderungen in der Handelspolitik, wie sie unter Trump oft vorkamen, erschweren langfristige Investitionsentscheidungen und können dazu führen, dass Unternehmen Investitionen zurückhalten oder Standorte in stabileren Regionen bevorzugen.

Zusammengefasst basiert Trumps Zollpolitik oft mehr auf dem Wunsch, entschlossen und unabhängig zu wirken, als auf einem fundierten Plan für nachhaltiges Wirtschaftswachstum. Während solche Maßnahmen kurzfristig für politische Gewinne sorgen können, sind die langfristigen ökonomischen Konsequenzen meist weniger vorteilhaft. Dieses Verständnis ermöglicht es uns in Europa, über die unmittelbare Betroffenheit hinaus zu blicken und strategische, langfristige Entscheidungen für unsere eigene Handelspolitik und Wirtschaftsentwicklung zu treffen.

Europa steht fest und trinkt Kaffee

Europa hat keinen Grund, sich von den turbulenten Wassern über den Atlantik hinweg aus der Ruhe bringen zu lassen. Unsere Wirtschaft ist vielfältig und robust, geprägt durch ein Netz starker interner und externer Handelsbeziehungen. Anstatt auf jede Windböe zu reagieren, tut Europa gut daran, seinen Kurs beizubehalten und weiterhin in stabile, multilaterale Handelsabkommen zu investieren.

Europas Stärke inmitten globaler Unsicherheit

Europa hat sich im Laufe der Jahre als eine wirtschaftliche und politische Festung bewiesen, die selbst in Zeiten globaler Turbulenzen ihre Stabilität bewahrt. Die Grundlagen dieser Widerstandsfähigkeit liegen in einem gut diversifizierten Wirtschaftsraum, starken institutionellen Strukturen und einer tief verwurzelten Tradition des multilateralen Handels. Diese Faktoren ermöglichen es Europa, externe Schocks, wie beispielsweise eine verminderte amerikanische Kaufkraft oder protektionistische Handelspolitiken, effektiver zu managen.

Eine der stärksten Waffen Europas gegen äußere Wirtschaftsschocks ist der eigene Binnenmarkt. Durch weitere Integration und das Abbauen von Handelsbarrieren innerhalb der EU können Unternehmen leichter skalieren und Effizienzen erzielen, was die Wirtschaftskraft Europas als Ganzes stärkt.

Neue Horizonte mit Kanada und Japan

Hier liegt der wahre strategische Gewinn für Europa. Kanada, mit seiner politischen Stabilität und seinen reichen natürlichen Ressourcen, bietet einen idealen Ankerpunkt in Nordamerika. Abgesehen davon teilen wir viele gemeinsame Werte in Bezug auf Umweltschutz und freien Handel, was eine solide Basis für zukünftige Projekte und Abkommen darstellt.

Japan, als führende Wirtschaftsmacht in Asien, zeichnet sich durch seine Innovationskraft und technologische Führerschaft aus. Europäische Unternehmen könnten stark von Kooperationen in Bereichen wie Robotik, Elektronik und umweltfreundliche Technologien profitieren. Die Zusammenarbeit mit Japan könnte zudem Europas Position in Asien stärken und neue Märkte für europäische Produkte und Dienstleistungen öffnen.

Zusätzlich kann Europa die möglicherweise wegfallende Kaufkraft aus den USA durch Intensivierung der Handelsbeziehungen mit Kanada und Japan ausgleichen.

Das Besinnen auf den eigenen Markt und die eigenen Produkte bietet für Europa, Kanada und Japan eine Vielzahl strategischer Vorteile. Indem diese Regionen ihre eigenen Märkte stärken und lokale Produkte bevorzugen, können sie nicht nur ihre wirtschaftliche Resilienz erhöhen, sondern auch ihre Abhängigkeit von externen, insbesondere amerikanischen, Produkten und Dienstleistungen verringern.

Die Fokussierung auf heimische Produkte kann den Innovationsdrang ankurbeln, da lokale Unternehmen danach streben, Produkte zu entwickeln, die nicht nur lokal, sondern auch global konkurrenzfähig sind. In Japan zum Beispiel fördert die starke Unterstützung lokaler High-Tech-Industrien Innovationen in Bereichen wie Robotik und Elektronik, die weltweit führend sind.

Durch die Reduzierung der Abhängigkeit von Importen aus unsicheren oder politisch instabilen Regionen wie den USA können Länder die Sicherheit ihrer Lieferketten erhöhen. Dies wurde besonders während der COVID-19-Pandemie deutlich, als Unterbrechungen in globalen Lieferketten zu erheblichen wirtschaftlichen Störungen führten. Kanada, das sich auf seine eigenen natürlichen Ressourcen und Produkte stützt, konnte einige negative Auswirkungen abfedern, indem es lokale Alternativen nutzte.

Humor als diplomatisches Werkzeug

Anstatt uns über jede neue Schlagzeile zu Trumps Handelspolitik aufzuregen, könnten wir die Situation auch mit einer Portion Humor nehmen. Humor hilft nicht nur, die Gemüter zu beruhigen, sondern kann auch eine effektive diplomatische Taktik sein, um Spannungen zu entschärfen und Dialoge zu fördern. Obendrein ist es doch auch sehr schwer, beim schlechtesten Präsidenten aller Zeiten ernst zu bleiben…. Also sparen wir uns diese Energie und nehmen es mit Humor!

Mit Lächeln und Strategie in die Zukunft

Obwohl Trumps Zollpolitik für kurzfristige Unsicherheiten sorgen mag, bietet sie Europa die Chance, seine langfristigen Allianzen zu festigen und auszubauen. Indem wir uns auf Länder wie Kanada und Japan konzentrieren und dabei konsequent amerikanische Produkte meiden, können wir sicherstellen, dass unsere Wirtschaft nicht nur widerstandsfähig gegenüber politischen Launen bleibt, sondern auch weiterhin prosperiert. Europas Zukunft sieht also nicht nur stabil, sondern auch vielversprechend aus, wenn wir unsere Karten richtig spielen – und dabei dürfen wir ruhig hin und wieder schmunzeln.

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Zwischen Lichterketten und Lametta – Ein Weihnachtsfest der besonderen Art

Liebe Leserinnen und Leser,

das Jahr neigt sich dem Ende zu, und wie immer steht Weihnachten fast unerwartet vor der Tür. Während die meisten von uns sich auf die festlichen Tage vorbereiten, indem sie Lichterketten entwirren und nach dem Rezept für den perfekten Glühwein suchen, möchten wir Sie einladen, dieses Weihnachten mit einer Prise Humor zu genießen.

Weihnachtsdekoration: Zwischen Kitsch und Kunst

Beginnen wir mit der Dekoration – eine ernste Angelegenheit? Keineswegs! Wer sagt denn, dass der Weihnachtsbaum immer perfekt sein muss? Dieses Jahr könnten wir doch eine Lanze für den „schiefen Baum“ brechen, der mit selbstgebasteltem Schmuck von den Kindern und einigen bizarr anmutenden, aber liebgewonnenen Erbstücken der Großeltern geschmückt ist. Ein Foto-Wettbewerb auf Ihrem Blog für den „charmantesten Chaos-Weihnachtsbaum“ könnte für viele Lacher sorgen.

Kulinarische Experimente: Schöner scheitern mit Festtagsrezepten

Kulinarisch gesehen ist Weihnachten die Zeit der Experimente. Wie wäre es in diesem Jahr mit einem „Kochfail-Bingo“, bei dem die Leser Fotos ihrer missglückten Weihnachtsbäckerei teilen können? Vom angebrannten Plätzchen bis zum Braten, der eher an Kohle erinnert – zeigen wir doch, dass man auch über die kleinen Katastrophen des Lebens lachen kann.

Geschenke mit Augenzwinkern: Wenn der Gedanke zählt (und zum Schmunzeln bringt)

Beim Thema Geschenke darf es gerne auch mal weniger ernst zugehen. Wie wäre es mit kreativen Ideen für humorvolle Geschenke, die garantiert für Erheiterung sorgen? Von personalisierten Socken mit peinlichen Familienfotos bis hin zu DIY-Gutscheinen für Dinge, die man sowieso nie tun wird („Ein Tag ohne Nörgeln“), könnten diese Geschenkideen für fröhliche Anekdoten sorgen.

Teilen verdoppelt. Mindestens.

Auch in diesem Jahr haben wir versucht, durch Spenden und Unterstützung unseren Beitrag zu leisten. Sie als unser Kunde haben uns geholfen, folgende Projekte zu unterstützen:

Auf Ihre Anregung hin haben wir auch in diesem Jahr wieder zwei Initiativen für Arbeitssuchende (eine in Deutschland und eine in Österreich) unterstützt, die durch Kommunikation und gezielte Weiterbildung versuchen, Menschen in Arbeit zu bringen.

Über die Gesellschaft für Erd- und Völkerkunde unterstützen wir seit 16 Jahren das Linden-Museum in Stuttgart. Aus unserer Sicht ein sehr wertvolles Museum, ein Besuch lohnt sich immer!

In Frankreich unterstützten wir auch in diesem Jahr die „Association Féli-Cité“ Aix-en-Provence bei der Pflege und Versorgung von kleinen Katzen. Der Verein kümmert sich mit vielen ehrenamtlichen Helfern um die kleinen Kätzchen, versorgt sie medizinisch und vermittelt sie in Familien. 

Wie in den vergangenen Jahren haben wir auch in diesem Jahr „Les Restos du Coeur“ unterstützt. Die französische Initiative verteilt Lebensmittel und Kleidung an Bedürftige. Mit unserer Spende konnten in diesem Jahr ca. 10.000 Mahlzeiten verteilt werden.

Lachen ist die beste Weihnachtsdekoration

Abschließend sei gesagt, dass Weihnachten zwar eine Zeit der Besinnlichkeit ist, aber ebenso eine wunderbare Gelegenheit, gemeinsam zu lachen und unvergessliche Momente zu schaffen. Nehmen wir uns also vor, dieses Jahr die kleinen Pannen und Peinlichkeiten mit Humor zu nehmen und so vielleicht das schönste Geschenk von allen zu teilen – Freude.

In diesem Sinne wünschen wir Ihnen allen ein fröhliches, entspanntes und humorvolles Weihnachtsfest. Lasst uns die Feiertage genießen, wie sie kommen – unperfekt, überraschend und voller Lachen.

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